Geschichte

Die Geschichte des Karnevalsvereins "Weyerer Blömche" beginnt im Jahre 1971...................................

Als die Nacht hereingebrochen war, legte sich der Nebel über die Heischengasse. Kalt war diese Januarnacht, die Straßen des Dorfes menschenleer. Aus den Fenstern der Häuser kam ein wohliger Lichterschein und die Schornsteine rauchten dicke Schwaden. Nichts, aber auch nicht das Geringste konnte darauf hinweisen, welche Dinge sich in den nächsten Stunden im Dorf ereignen würden.Hier und da knarrte eine Tür und ein Schatten huschte über die Gasse, der in der Tür zur Dorfschänke verschwand. Gruppen mit zwei oder drei vermummten Gestalten fanden ebenfalls ihren Weg in die Gaststube.

 

Was sich wie der Beginn eines Eifelkrimis liest, war in Wirklichkeit der Beginn der Karnevalsgesellschaft "Weyerer Blömche". Beginnen wir noch einmal von vorne.................................................

Als die Nacht hereingebrochen war, legte sich Nebel über die Heischengasse. Nassheuesch Kätche kroch der Oafe net et brenne, un weil se nur nass Holz un Papier jestopp hat, wollt ihr dat och nett richtich fluppe. Sej mot sich äver beeile, se mot doch noch en de Kneip, schlesslich woll se möt votiere öm en et Dörp ene Karnevalsverein ze sortiere. Et war späder als aach Uhr un och Kathrinche hat de Könger noch net en et Bett sortiert. Et mot sich also mächtich zaue, dat et och noch alles mötkroch, un em de Jründungsversammlung net wäjen de Pute durch de Lappe jing. Och Grane Dölef hat sich noch op de letzte Stopp op de Socke jemat, do troff her op de Hüh vom Backes op Hein und Lehresch Lehnche. Der Nöffel von der Jass trock öffer se, su dat se nemie richtig ödeme konnte un se sich de Röck över de Köpp trecke moote. Se ware fruh als se endlich en Rooles Kneip wore un sich em Vereinszömmer nedder losse konnten.



So oder so ähnlich erging es wohl vielen der 44 Gründungsmitgliedern der "Blömche" an diesem 26. Januar 1971. Man wollte sich an diesem Abend zusammentun, um in Weyer einen Verein zu gründen. Nun gehören im Rheinland bekanntlich nur zwei Personen dazu um einen Karnvevalsverein zu gründen, doch selbst in unserem kleinen Ort trafen sich an jenem Abend 44 Personen! In Weyer gab es damals schon einige traditionsreiche Vereine wie der Musikverein oder Sportverein, aber hier sollte nun ein Verein gegründet werden, der sich um die Brauchtumspflege, den Karnval, bemühen sollte. 31 von 44 Gründungsmitgliedern sind bis heute dem Verein treu geblieben.

In jener Gründungsversammlung wurde noch für das gleiche Jahr ein Rosenmontagszug auf die Beine gestellt. Der erste Vorsitzende Johann Arndt konnte acht Wagen, Fußgruppen und das Fanfarencorps auf den Zugweg schicken. Dieser erste organisierte Karnvevalszug war ein voller Erfolg, der seinen Abschluß in einem gemütlichen Beisammensein in der Gaststätte Müsch fand.





Bereits ein Jahr später wollte man nicht mehr mit den großen Rosenmontagszügen der Nachbarorte konkurieren und verlegte den Zug auf den Karnvevalssonntag. Im Anschluss an den Zug 1972 spielte in der Gaststätte zur Freude der Gäste bereits eine Unterhaltungsband zum Tanz auf. Es handelte sich um die Band "Colorados" in der Besetzung Ferdi Reinartz (Saxophon), Günther Wassong (Schlagzeug) und Hermann- Josef Wassong (Orgel).




Im Jahr 1973 konnte man bereits den ersten Ball am Karnvevalssamstag im Festzelt auf dem heutigen Dorfplatz veranstalten. Der Dorfplatz wurde eigens durch das Engagement (och Klüngel jenannt) von Karnevalsmitgliedern für das Aufstellen von Zelten planiert. Auch der erste Maskenball am Rosenmontag wurde im Festzelt gefeiert. Ab 1975 hatte das Festzelt dann ausgedient. Alle Veranstaltungen fanden in den Sälen der Gastwirtschaften statt.

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